Schloss Seeburg

Historie

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Schloss Seeburg am Süßen See … tausend Jahre Baugeschichte

Schloss Seeburg liegt im Herzen Deutschlands, im Mansfelder Land. Seine Mauern sind Zeugen von über eintausend Jahren deutscher Geschichte.

Die alte Volks- und Fluchtburg Seeburg fand bereits im Jahre 743 in den Metzer Annalen des Fränkischen Reiches als „Hochseeburg“ Erwähnung.

Zu Beginn des 11. Jahrhunderts folgte die Gründung der steinernen Burg durch die Edelherren von Querfurt. Der weitere Ausbau der Seeburg unter den Erzbischöfen von Magdeburg, hier insbesondere des Erzbischof Wichmann von Magdeburg, sowie unter den Grafen von Mansfeld erfolgte im 12. und 13. Jahrhundert.

Die Wehrhaftigkeit und das ausgeklügelte System der mittelalterlichen Verteidigungsanlage der Seeburg war für die damalige Zeit einzigartig und vorbildlich. Der Feind musste sich den Weg Stück für Stück erobern. Und ob er dies jemals geschafft hätte, ist zu bezweifeln, denn im Mittelalter wurde die Seeburg nie erobert.

Der Umbau der Burg zum Renaissance-Schloss erfolgte unter den Grafen von Mansfeld Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts. Hier machte sich vor allem Gebhard VII. von Mansfeld verdient, ein Freund und Förderer des Reformators Martin Luther. Eindrucksvoll waren Pracht und Größe von Schloss Seeburg zu Beginn des 16. Jahrhunderts.

Die baulichen Veränderungen von Schloss Seeburg verliefen unter den neuen Besitzern, den Grafen von Hahn Ende des 17. Jahrhunderts, so der Bau des “Neuen Hauses” und der weitere Ausbau der Schlosskirche. Das große Epitaph der Familie von Hahn aus dem Jahre 1671 ist besonderer Aufmerksamkeit wert. Auf ihm wird das Schicksal der Gräfin von Hahn beklagt, die im Alter von 32 Jahren nach 14-jähriger Ehe bei der Geburt des 13. Kindes verstirbt.

Alte Stiche, Fotos und andere Sachzeugen dokumentieren den Verfall von Schloss Seeburg unter dem Grafen von Ingenheim.
Der Wiederaufbau von Schloss Seeburg zu Beginn der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde unter Major Erich Wendenburg realisiert. Die Leitung des Wiederaufbaus erfolgte unter dem bekannten Architekten Prof. Schulze-Naumburg. Die Arbeiten vor Ort leitete Architekt Hermann Wäscher.

Der neue Besitzer, der Architekt Gerd Fuchs hat mit Födermitteln sowie Eigenkapital, dieses einst verfallenden Gebäudeensemble liebevoll restauriert und damit ein neues Kapitel in der Geschichte der Seeburg aufgeschlagen …

Der Süße See hat eine Fläche von insgesamt 2,7 Quadratkilometern. Er ist das größte Gewässer im Landkreis Mansfelder Land. Seine Länge beträgt 5,2 Kilometer, die maximale Breite beträgt 800 Meter. Ein Graben verbindet das Ostende des Süßen Sees mit dem Bindersee. Der Süße See wird durch die Böse Sieben, den Salzgraben und kleine Zuflüsse gespeist und gilt als Ausflugsziel.